Der Businessplan – ein notwendiges Übel?

Businessplan
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Wenn wir von Startup Unternehmern auf die Akquisition von Finanzmittel angesprochen werden, kommt von unserer Seite nach kurzer Zeit die Frage nach dem Vorhandensein eines Businessplans. Den meisten Jungunternehmern ist dieses mittlerweile geläufig,, dass ein Businessplan erstellt werden muss, der die Kapitalgeber von der Geschäftsidee und der wirtschaftlichen Zukunft überzeugen soll. Er soll übersichtlich gestaltet sein und den potentiellen Investor aufgrund der nachvollziehbaren Pläne und Erläuterungen von der Qualität des Unternehmens überzeugen.

Eine Frage, die jeder sich nach der Erstellung des Businessplans stellen sollte, hilft bei der eigenen Beurteilung. Diese Frage lautet: “ Würde ich mich als externer Investor an meinem eigenen Unternehmen beteiligen?“ Nur wer die Frage ehrlich mit „ja“ beantworten kann, wird auch einen anderen überzeugen können. Was nicht in dir selbst brennt, kannst du nicht in einem anderen entzünden. Diese Aussage gilt auch in diesem Bereich, nicht nur bei der Führung von Mitarbeitern.

Aber Achtung! Auch bei der Erstellung eines Businessplans gilt der Grundsatz: „Ehrlich währt am längsten.“ Wer seine Zahlen bei der Unternehmensplanung etwas aufmöbelt oder Fakten etwas zu seinen Gunsten interpretiert, wird nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern seine Investoren verlieren, denn jeder Investor, sei es ein privater oder institutioneller, prüft die Aussagen sehr genau auf Plausibilität und Richtigkeit.

Wenn er selbst nicht über ausreichend Fachkenntnisse verfügt, kennt er in der Regel immer andere Personen, die auf dem Gebiet versiert sind und die er um Rat fragen kann. Stellt er fest, dass Aussagen wissentlich falsch in den Businessplan aufgenommen wurden, hat er auch kein Vertrauen zu den anderen Aussagen, selbst wenn diese alle richtig und wahrheitsgemäß sind. Er wird den Kontakt daraufhin mit großer Wahrscheinlichkeit abbrechen und ein Investment woanders suchen.

Unser Tipp: Wenn unangenehme Fakten vorhanden sind, auf keinen Fall verschweigen oder relativieren. Wer offensiv damit umgeht und alle Risiken erkennt und kommuniziert, ist nicht nur vertrauenswürdig, sondern wird als sehr umsichtig und vorausschauend angesehen. Jedes Unternehmen hat Risiken zu verzeichnen. Wichtig ist, die Risiken zu erkennen und mit der richtigen Unternehmensstrategie dagegen zu steuern. Absolute Sicherheit gibt es im Wirtschaftsleben auch bei großen Konzernen nicht, wie viele Zusammenbrüche in der Vergangenheit gezeigt haben.

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